Obstbaumveredelung & -Vermehrung

Die Technik des Baumveredelns ist seit der Antike bekannt und geht auf die Phönizier zurück. Diese waren nicht nur hervorragende Seeleute, sondern auch innovative Gärtner und Baumexperten. Vor etwa 3000 Jahren revolutionierten sie den Obstbau, indem sie lernten, Obstbäume zu veredeln.

Wuchsen auf einem Baum beispielsweise besonders wohlschmeckende, große Früchte, schnitt man einen einjährigen Trieb dieser Pflanze (das sogenannte Edelreis) ab und verband es mit einer anderen Pflanze (Unterlage) der gleichen Art. Durch die Verwachsung werden diese beiden Pflanzen(teile) dauerhaft miteinander verbunden – die Lebensgemeinschaft Obstbaum ist entstanden!

Während die Unterlage für das Wachstum benötigt wird, sorgt das Edelreis dafür, dass die Krone des so geschaffenen Baumes Früchte mit denselben wertvollen Eigenschaften wie der Mutterbaum produziert.
Genau genommen wird also nur die Baumkrone geklont, während das Wurzelsystem eine eigenständige Genetik aufweist.

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Hauptechniken der Veredelung

Okulation (Augenveredelung):
Im Sommer wird ein einzelnes Edelauge (Knospe) unter die Rinde der Unterlage gesetzt, meist durch einen T-förmigen Einschnitt. Diese Methode ist ideal für kleine Obstbäume und Rosen und erfordert, dass die Unterlage „im Saft steht“.

Kopulation (Schnittveredelung):
Im Spätwinter wird ein Edelreis auf eine Unterlage gesetzt, die den gleichen Durchmesser wie das Reis hat. Beide Teile werden mit einem schrägen Schnitt vorbereitet, sodass sie passgenau aufeinanderpassen.

Pfropfen:
Hier wird ein Edelreis hinter die Rinde einer Unterlage geschoben. Diese Methode eignet sich für dickere Äste, die im April bis Mai veredelt werden, wenn sich die Rinde gut löst.